überfällt nach 921 die Domburg in Münster und macht aus dem Dom einen Stall, trotz Exkommunikation weigert er sich, ein geraubtes Reliquiengfäß zurückzugeben, soll angeblich 103 Jahre alt geworden sein.
Nach dem Tod Ludwigs des Frommen wurde das fränkische Großreich unter seine Söhne aufgeteilt. Sachsen fiel im Vertrag von Verdun 843 an dessen zweiten Sohn Ludwig den Deutschen, obwohl auch der älteste Lothar über viele Anhänger im Land verfügte und zudem eine gegen den auf Ludwigs Seite stehenden Adel gerichtete Aufstandsbewegung der unteren Schichten unterstützt hatte, deren Teilnehmer sich selbst 'Stellinga' nannten. Zum Ostfrankenreich Ludwigs gehörten neben Sachsen auch Bayern, Alemannien, das östliche Franken und Thüringen. Der König residierte hauptsächlich in Frankfurt und Regensburg. Dagegen spielten Sachsen und auch Westfalen eher die Rolle von Nebenländern. Immerhin hielt Ludwig der Deutsche 852 einen Gerichtstag in Minden ab, danach betrat er das Land nicht wieder. Die Karolinger kamen nur noch nach Sachsen, um die Slawen jenseits von Elbe und Saale zu bekriegen. 889, anlässlich eines Feldzuges gegen die Abodriten, besuchte Arnolf von Kärnten das Kloster Corvey.